exilanten und intrigantenrobert brack schreibt kriminalromane mit politischem hintergrund
Robert Brack, Jahrgang 1959, lebt in Hamburg. 1988 erschienen seine ersten beiden Kriminalromane "Blauer Mohn" und "Die Spur des Raben", die zusammen mit "Die siebte Hölle" die Polnische Kriminaltrilogie bilden und sich mit den Verhältnissen im kommunistischen Polen und dem Leben polnischer Exilanten im Westen auseinandersetzen. ![]() Nach drei Romanen um den heruntergekommenen Sensationsjournalisten Tolonen und dem experimentellen Meta-Krimi "Das Mädchen mit der Taschenlampe" folgten die international angelegten Thriller "Das Gangsterbüro" und "Nachtkommando", die die politische Intrigenwelt im postkommunistischen Europa zum Thema haben. Nach längerer Romanpause erschien im Februar 2003 der Hamburg-Krimi "Lenina kämpft" mit der neuen Heldin Lenina Rabe, die den mysteriösen Tod ihres Vaters aufklären will und in einen Sumpf aus Gewalt und politischer Korruption gerät. Für "Das Mädchen mit der Taschenlampe" erhielt Brack den "Marlowe" der Raymond-Chandler-Gesellschaft. "Das Gangsterbüro" wurde mit dem "Deutschen Krimipreis" ausgezeichnet, für die Kurzgeschichte "Das Osterhasen-Wochenende" wurde ihm ein weiterer "Marlowe" verliehen. Es folgten mit "Haie zu Fischstäbchen" und "Schneewittchens Sarg" zwei weitere Lenina-Rabe-Romane, die in Bracks unmittelbarer Nachbarschaft in Altona angesiedelt sind.Im Jahr 2008 schließlich erschien das Buch, an dem Brack sechs Jahre lang gearbeitet hat. Ein mysteriöser Hinweis in einer offiziellen Chronik der Hamburger Polizei auf zwei Todesfälle in den eigenen Reihen gab den Anstoß zu einer umfassenden Recherche. Das Ergebnis war "Und das Meer gab seine Toten wieder", ein Roman, der den realen Kriminalfall aufklärt und zum ersten Mal bis zu Ende erzählt. Das Buch wurde ein großer Erfolg und stachelte Brack zu seiner nächsten umfassenden Recherche-Arbeit an. Nach zweijähriger Arbeit war der Roman "Blutsonntag" fertig, in dem erneut im Rahmen einer fiktiven Handlung reale zeitgeschichtliche Ereignisse aufgearbeitet werden. Wie der Titel schon sagt, geht es um das Drama, das sich am 17. Juli 1932 in den Straßen von Altona ereignet hat und unter dem Begriff "Altonaer Blutsonntag" in die Geschichte einging. Möglicherweise wird ein weiteres Buch folgen, das "die Verbrechen der Polizei" zum Thema hat ...
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